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Wie wirkt sich Stress auf meine Gesundheit aus? - Therapiewerk Stuttgart West

Frau, die sich die Hände vors Gesicht hält und überforder ist.

Zunächst möchten wir all unseren Patientinnen und Patienten ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen! Wir hoffen, Sie sind gut ins Jahr 2026 gestartet und nehmen sich bewusst Zeit für Ihre Gesundheit. Der Jahresanfang ist ein idealer Zeitpunkt, um innezuhalten und sich einem Thema zu widmen, das viele Beschwerden beeinflusst und oft unterschätzt wird: Stress und seine Auswirkungen auf Körper und Psyche.


Was ist Stress eigentlich?


Zunächst einmal ist Stress nichts Schlechtes und eine natürliche Reaktion unseres Körpers. Man unterscheidet zwischen positivem Stress (Eustress) und negativem Stress (Distress):


  • Positiver Stress kann motivierend wirken. Er steigert durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol kurzfristig unsere Leistungsfähigkeit, Konzentration und Reaktionsschnelligkeit (z.B. vor einer Prüfung oder Sportwettkampf).

  • Negativer Stress entsteht hingegen, wenn Belastungen dauerhaft anhalten, wir uns überfordert fühlen und Erholungsphasen fehlen. Genau dieser chronische Stress kann langfristig gesundheitliche Probleme verursachen.


Entscheidend ist also nicht, ob wir Stress erleben, sondern wie lange er anhält und wie gut wir ihn ausgleichen. Gerade im modernen Alltag – geprägt von Zeitdruck, hoher Verantwortung, ständiger Erreichbarkeit und privaten Verpflichtungen – nimmt chronischer Stress leider immer mehr zu.


Typische stressauslösende Faktoren


Stressauslöser sind individuell sehr unterschiedlich. Häufige Stressfaktoren im Alltag sind jedoch:


  • Zeitdruck und hohe berufliche Anforderungen

  • permanente Erreichbarkeit durch digitale Medien (z.B. Handy, E-Mails, ...)

  • private Belastungen wie familiäre Konflikte oder die Pflege von Angehörigen

  • Geldprobleme und damit verbundene finanzielle Sorgen

  • hohe Erwartungen an sich selbst (Perfektionismus)

  • Bewegungsmangel und fehlende Erholungszeiten


Körperliche Auswirkungen von Stress


Stress kann sich auf sehr unterschiedliche Weise körperlich bemerkbar machen. Besonders bei anhaltender Belastung reagiert der Körper mit Warnsignalen, wie z.B.:


  • Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich

  • Kopfschmerzen und Migräneattacken

  • Kieferbeschwerden (z.B. Zähnepressen oder -knirschen)

  • Herz-Kreislauf-Symptome (z.B. erhöhter Blutdruck, Herzklopfen, Schwindel)

  • flache oder beschleunigte Atmung, Engegefühl in der Brust

  • Verdauungsprobleme

  • Schlafstörungen und Erschöpfung

  • erhöhte Infektanfälligkeit


Viele Patientinnen und Patienten bemerken zunächst diffuse Beschwerden, ohne den direkten Zusammenhang mit Stress zu erkennen. Gerade muskuläre Dysbalancen und Schmerzen entstehen oft unbewusst durch eine dauerhaft erhöhte Muskelspannung.


Psychische Auswirkungen von Stress


Stress wirkt sich nicht nur auf den Körper, sondern auch stark auf die Psyche aus. Typische psychische Anzeichen sind hingegen:


  • innere Unruhe und Nervosität

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

  • Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen

  • Gefühle von Überforderung

  • Ängste oder depressive Verstimmungen

  • Antriebslosigkeit


Körperliche und psychische Symptome beeinflussen sich gegenseitig: Schmerzen verstärken Stress und umgekehrt.


Welche Krankheiten können durch Stress begünstigt werden?


  • muskulokelettale Beschwerden und Kopfschmerzerkrankungen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: z.B. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall

  • Magen-Darm-Erkrankungen: z.B. Reizdarm, Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung

  • psychische Erkrankungen: z.B. Depressionen, Angststörungen, Burnout

  • Erkrankungen des Immunsystems: z.B. erhöhte Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung, Verstärkung von Autoimmunerkrankungen

  • Stoffwechsel- und Hormonstörungen: z.B. Gewichtszunahme oder -abnahme, , hormonelle Dysbalancen, erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2

  • Hauterkrankungen: z.B. Neurodermitis, Psoriasis, Akne


Stressbarometer.

Bei anhaltendem Stress bleibt der Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft. Es werden kontinuierlich Stresshormone, v.a. Cortisol, ausgeschüttet. Das fördert auf Dauer Entzündungsprozesse, hemmt die Regeneration und bringt wichtige Körpersysteme aus dem Gleichgewicht.


Deshalb ist es umso wichtiger, Stress frühzeitig ernst zu nehmen und aktiv gegenzusteuern!!!


Stressbewältigungsstrategien für den Alltag


Schon kleine Veränderungen können helfen, den Stresspegel zu senken:


  1. Regelmäßige Bewegung in den Alltag integrieren.

  2. Bewusste Pausen einplanen – auch kurze Auszeiten wirken (z.B. kleiner Spaziergang).

  3. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung (z.B. höhenverstellbarer Schreibtisch).

  4. Realistische Ziele setzen und Prioritäten klären.

  5. Digitale Auszeiten (z.B. handyfreie Zeiten).

  6. Ausreichend Schlaf und regelmäßige Mahlzeiten.


Welche Entspannungstechniken gibt es?


Es gibt viele wirksame Methoden, um Körper und Geist zu entspannen. Bewährte Entspannungstechniken sind u.a.:


Frau, die meditiert.
  • Atemübungen zur Beruhigung des Nervensystems

    (z.B. langsames, bewusstes Atmen)

  • Progressive Muskelentspannung

    (gezieltes Anspannen & Entspannen von Muskelgruppen)

  • Autogenes Training

    (Technik, die auf Autosuggestion beruht)

  • Achtsamkeitsübungen und Meditation

  • Dehnübungen zur Lösung muskulärer Spannungen

  • sanfte Bewegungsformen wie Yoga, Qi Gong oder Spaziergänge

  • entspannende Rituale im Alltag (z.B. Musik hören, warmes Bad)



Wie kann Physiotherapie helfen?


Physiotherapie kann einen wichtigen Beitrag zur Stressreduktion leisten. Durch gezielte Behandlungen helfen wir Ihnen dabei...

Mann, der im Schulterbereich massiert wird.
  • ... verspannte Muskulatur zu lösen,

  • ... Schmerzen zu lindern,

  • ... die Körperwahrnehmung zu verbessern,

  • ... das vegetative Nervensystem zu beruhigen und

  • ... individuelle Übungen für Zuhause zu erlernen.


Unser ganzheitlicher Ansatz im Therapiewerk Stuttgart West berücksichtigt sowohl körperliche als auch stressbedingte Ursachen Ihrer Beschwerden.


Wie unterstützen Krankenkassen die Stressbewältigung?


Viele gesetzliche Krankenkassen haben erkannt, wie stark sich Stress auf die Gesundheit auswirkt, und unterstützen deshalb aktiv Maßnahmen zur Stressbewältigung. Im Rahmen der Prävention (§ 20 SGB V) bezuschussen oder übernehmen sie häufig einen Teil der Kosten für anerkannte Angebote. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrer Krankenkasse.


Frau, die mit Kopfhörern auf dem Sofa ausruht.

Dazu zählen unter anderem:

  1. Präventionskurse zur Stressbewältigung

  2. Entspannungskurse wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training

  3. Bewegungsprogramme zur Förderung der körperlichen und mentalen Gesundheit

  4. Gesundheitskurse zur Förderung von Resilienz und Achtsamkeit


Fazit: Stress erkennen, Gesundheit schützen!


Stress lässt sich im Alltag nicht vollständig vermeiden, doch der bewusste Umgang damit ist entscheidend für die Gesundheit. Wer körperliche und psychische Warnsignale ernst nimmt und rechtzeitig gegensteuert, kann langfristigen Beschwerden vorbeugen. Gezielte Entspannung, regelmäßige Bewegung und therapeutische Unterstützung - wie im Therapiewerk Stuttgart West - tragen dazu bei, Körper und Geist wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen.

 
 
 

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