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Herzinfarkt erkennen: Symptome, Notruf und Reha

23. Feb. 2024
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Okt.

Herzinfarkt erkennen: Symptome, Notruf und Reha

Ein Herzinfarkt entsteht meist, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und ein Teil des Herzmuskels nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Jede Minute zählt. Bei Verdacht sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden – nicht selbst zur Praxis oder Klinik fahren und nicht abwarten.

Fachlich verantwortlich und geprüft: Pavlos Mitrou, Physiotherapeut und Inhaber von Therapiewerk Letzte fachliche Prüfung: 12. Oktober 2026

Typische Warnzeichen

Mögliche Symptome sind:

  • starker Druck, Enge oder Schmerz im Brustkorb

  • Ausstrahlung in Arm, Schulter, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch

  • Atemnot

  • kalter Schweiß, Blässe oder Übelkeit

  • plötzliches starkes Schwäche- oder Angstgefühl

Die Beschwerden können weniger eindeutig sein. Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Diabetes berichten häufiger über Atemnot, Übelkeit, ungewöhnliche Müdigkeit, Rücken- oder Oberbauchbeschwerden ohne ausgeprägten Brustschmerz. Auch dann gilt: Bei akutem Verdacht 112 wählen.

Was ist im Notfall zu tun?

  1. Sofort 112 anrufen und den Verdacht auf Herzinfarkt nennen.

  2. Betroffene beruhigen, bequem lagern und enge Kleidung lockern.

  3. Nicht allein lassen und keine körperliche Anstrengung zulassen.

  4. Bei Bewusstlosigkeit die Atmung prüfen. Bei fehlender normaler Atmung mit Wiederbelebung beginnen und den Anweisungen der Leitstelle folgen.

Dieser Beitrag ist keine Anleitung zur Selbstdiagnose. Unklare, neue oder starke Beschwerden müssen professionell beurteilt werden.

Wie wird ein Herzinfarkt behandelt?

Im Krankenhaus werden unter anderem EKG und Blutwerte untersucht. Ziel ist, das verschlossene Gefäß schnell wieder zu öffnen und Komplikationen zu behandeln. Die weitere Therapie kann Medikamente, Katheterbehandlung und in bestimmten Fällen eine Operation umfassen. Anschließend werden Risikofaktoren und Begleiterkrankungen konsequent behandelt.

Bewegung nach einem Herzinfarkt

Nach der Akutbehandlung beginnt die Rehabilitation schrittweise und unter medizinischer Kontrolle. Körperliche Aktivität kann Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Lebensqualität verbessern. Die Belastung orientiert sich am Befund, an der Herzfunktion, an Medikamenten und an individuellen Zielen.

Sinnvoll sind häufig:

  • überwachte Mobilisation in der frühen Phase

  • individuell dosiertes Ausdauertraining

  • später ergänzendes Krafttraining

  • Schulung zu Belastungssteuerung und Warnzeichen

  • langfristige Teilnahme an einer Herzsportgruppe, wenn empfohlen

Ungeklärte Brustbeschwerden, neue Atemnot, Schwindel oder ein auffälliger Leistungsabfall gehören medizinisch abgeklärt. Physiotherapie kann im Rahmen eines abgestimmten Rehabilitationsplans unterstützen. Mehr zu unseren Angeboten finden Sie bei der Krankengymnastik und der Medizinischen Trainingstherapie.

Risiken langfristig senken

Zur Nachsorge gehören je nach Situation Medikamente, Rauchstopp, angepasste Ernährung, Bewegung sowie die Kontrolle von Blutdruck, Blutfetten und Diabetes. Medikamente dürfen nicht eigenständig verändert werden. Psychische Belastungen nach einem Infarkt sind häufig und sollten ebenfalls angesprochen werden.

Häufige Fragen

Kann sich ein Herzinfarkt nur als Rückenschmerz zeigen?

Weniger typische Beschwerden sind möglich. Bei plötzlich auftretenden, starken oder mit Atemnot, Übelkeit, Schweiß oder Schwäche verbundenen Schmerzen sollte sofort medizinische Hilfe gerufen werden.

Wann darf ich wieder Sport treiben?

Das entscheidet das kardiologische Behandlungsteam anhand der Untersuchung und Belastbarkeit. Der Wiedereinstieg erfolgt normalerweise stufenweise.

Ist ein Herzinfarkt bei Frauen anders?

Die zugrunde liegende Notfallsituation ist gleich. Symptome können jedoch weniger typisch erscheinen, weshalb Warnzeichen ernst genommen werden müssen.

Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei akuten Beschwerden wählen Sie 112; für abgestimmte physiotherapeutische Begleitung können Sie einen Termin anfragen.

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Fachlich verantwortlich: Pavlos Mitrou, Physiotherapeut

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