Die physiotherapeutische Triggerpunktbehandlung
Aktualisiert: 8. Okt.

Ein Triggerpunkt ist eine Übererregbarkeit in verspannter Skelettmuskulatur oder in Faszien. Dies ist häufig auf Überlastungen, Fehlhaltungen oder Tarumata zurückzuführen.
Triggerpunkte machen sich als Verhärtungen und Schmerzen, welche oft auch in andere Regionen ausstrahlen, bemerkbar. Besonders häufig ist das im Schulter- Nacken- Bereich festzustellen.
Eine physiotherapeutische Behandlungstechnik ist dafür die manuelle Kompression.
Dabei übt man für 30-90 Sekunden Druck auf die verhärtete Stelle aus, was zu einer lokalen Unterbrechung der Durchblutung und somit zu einem Sauerstoffmangel des Komprimierten Bereiches führt. Durch diesen herbeigeführten Sauerstoffmangel lösen sich die Verspannungen. Das Muskelgewebe ist nach der Therapie somit besser durchblutet und Erweicht.
Was können Sie Zuhause tun?
- Wärme: legen Sie sich eine Wärmflasche auf die verspannte Muskulatur
- Regelmäßige Dehnungen der Muskulatur
Liebe Grüße aus dem Therapiewerk der Praxis für Physiotherapie Stuttgart
- Eigenmassagen durch einen Tennis- oder Golfball
Passende Leistung: Manuelle Lymphdrainage in Stuttgart
Triggerpunkte: Befund, Behandlung und Grenzen
Als Triggerpunkte werden druckempfindliche Stellen bezeichnet, die mit Muskelschmerzen und teilweise mit übertragenen Schmerzen in einer anderen Körperregion zusammenhängen können. Ein schmerzhafter Punkt allein erklärt jedoch nicht automatisch die Ursache einer Beschwerde. Entscheidend ist der gesamte Befund.
In der Physiotherapie können manuelle Techniken kurzfristig eingesetzt werden, um eine Bewegung angenehmer zu machen. Nachhaltig relevant sind häufig auch aktive Maßnahmen: angepasste Belastung, Bewegungsübungen, Kraftaufbau und Strategien für Arbeit, Sport und Erholung. Die Reaktion wird regelmäßig überprüft und das Vorgehen angepasst.
Starke, ungewohnte oder zunehmend ausstrahlende Schmerzen, Taubheit, Kraftverlust oder allgemeine Krankheitszeichen sollten ärztlich abgeklärt werden. Eine Triggerpunktbehandlung ersetzt keine Diagnostik, wenn Hinweise auf eine Verletzung oder Erkrankung vorliegen.
Fachquellen
Medizinischer Hinweis: Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung.

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