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Schloßstr. 74 | S.West

Die Bandscheibe

12. Jan. 2021
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 15 Stunden



Unsere Wirbelsäule wird unterteilt in Halswirbelsäule, bestehend aus 7 Wirbeln, gefolgt von der Brustwirbelsäule mit 12 Wirbeln und der Lendenwirbelsäule mit 5 Wirbeln.

Darauf folgen noch das Kreuz- und Steißbein.

Zwischen den einzelnen Wirbeln befinden sich die sogenannten Bandscheiben.

Diese ermöglichen unter anderem die Beweglichkeit zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und dienen als Stoßdämpfer (vergleichbar mit der Federung eines Fahrrads, werden Stoßbelastungen von oben und unten kommend abgefangen).


Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren, inneren und zentralen Teil.

Den äußeren und inneren Teil nennt man Anulus Fibrosus. Dieser besteht aus vielen unterschiedlich angeordneten Fasern. Diese Anordnung der Fasern ermöglicht eine hohe Stabilität und den Schutz des inneren Kerns, dem Nucleus Pulposus.

Der Nucleus Pulposus besteht größtenteils aus Wasser und steht unter innerem Druck, der bei Kompression nach außen übertragen wird. Wasser entweicht.


Mit zunehmendem Alter verliert die Bandscheibe an Wasser und trocknet aus.

Im mittleren Lebensalter wird sie daher instabiler, wodurch eine größere Gefahr eines Bandscheibenvorfalls besteht.


Lieber Vorsicht als Nachsicht!

Um eine Bandscheibenverlagerung zu vermeiden, sollte vor allem die Rücken- und Bauchmuskulatur gekräftigt, und ein rückengerechtes Bück- und Trageverhalten an den Tag gelegt werden.

Wir Physiotherapeuten helfen Ihnen dabei Ihr Wissen aufzufrischen, ein Heimübungsprogramm zusammenzustellen und Ihnen zu zeigen, worauf Sie besonders achten müssen.

Bandscheibenveränderungen und Beschwerden richtig einordnen

Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern und verteilen Belastungen. Mit zunehmendem Alter verlieren sie Flüssigkeit und Elastizität. Vorwölbungen oder Vorfälle können Nerven reizen, müssen aber nicht automatisch Beschwerden verursachen. Auch bei Menschen ohne Rückenschmerzen sind Veränderungen in Bildaufnahmen häufig.

Typisch für einen Bandscheibenvorfall können ausstrahlende Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit in Arm oder Bein sein. Viele Beschwerden bessern sich innerhalb einiger Wochen. Ziel der konservativen Behandlung ist häufig, Schmerzen so weit zu kontrollieren, dass Betroffene im verträglichen Maß aktiv bleiben und ihre Belastbarkeit schrittweise zurückgewinnen.

Neue deutliche Lähmungen, Gefühlsstörungen im Gesäß- oder Genitalbereich oder Probleme mit Blase oder Darm müssen sofort medizinisch abgeklärt werden. Ob Bildgebung, Medikamente, Physiotherapie oder eine Operation sinnvoll sind, entscheidet sich nach Symptomen, Untersuchung und Verlauf.

Fachquellen

Medizinischer Hinweis: Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung.

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